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Protokoll der ÖGAM-Vorstandssitzung am 06.10.2012

Beginn 09:00 Uhr

  1. Begrüßung durch den Präsidenten, Feststellung der Beschlußfähigkeit
  2. Bericht des Präsidenten:
    1. Nachlese WONCA‐Europe: Positive Rückmeldungen der internationalen Teilnehmer, dank des Verhandlungsgeschicks des Teams unter der Leitung von I. Pichler konnte einansehnlicher Gewinn erwirtschaftet werden (395 000 €).
    2. Antrag Dr. Glehr:  noch vorliegende Fluggutscheine von Star‐Alliance sollen an die Aktivisten vergeben werden ‐ Antrag wird einstimmig angenommen
    3. Ausbildung NEU: Stillstand der Verhandlungen wegen ÖGAM (post WONCA) und ÖÄK (post Wahl). ÖÄK‐Verhandler bleibt Dr. Niedermoser. Land Wien ist aus der Bundesländerfinanzierung ausgeschert.
      1. Salzburger Modell: Bedenken ‐ Angst vor Zementierung der 36‐monatigen Ausbildung, ÖGAM bleibt bei 48 bzw. 54 Monaten.
      2. Vorteile Salzburger Modell: Hearing, Ärzte bleiben in Angestelltenverhältnis, gezielte Nachwuchsförderung. Derzeit viele Studienabgänger, kein Ärztemangel, aber Strukturproblem (Nachbesetzungsprobleme in manchen Gebieten). Politik sieht keinen Handlungsbedarf – niedergelassener Bereich funktioniert gut (ABER Überlastung, großer Aufwand, ..), derzeit oft Nachbesetzungen durch Fachärzte mit Turnusausbildung (sind keine echten AM, Notausgang für Spitalsärzte!)
      3. Triage‐Ordinationen (>Triagierung) / zentrale Notaufnahme‐Stationen (>Akutversorgung nachts): sind keine AM‐Einrichtungen, AM hat: Breite und Kontinuität, Multimorbidität und das „mehrdeutige Symptom“, ev. dazu ÖGAM‐Konsensus vorbereiten?, derzeit Verhandlungen Finanzausgleich Bund/Länder §15a Vereinbarung; (Bund‐Länder Vereinbarung über die jeweiligen Verantwortungsbereiche)>> Festlegung für mehrere Jahre!, im Einvernehmen mit Kammer weiter diskutieren >> THEMA St. Gilgen: vorbereitete Diskussion Berufsdefinition, intra/extramurale AMer, Delegieren von Teilen der Betreuung chronisch Kranker an Versorgungsassistenten, Öffentlichkeits‐Arbeit nach innen/außen, Allgemeinmediziner‐Profile zeichnen! (z.B.: Stationsärzte, AM in Reha/Kurbetrieben, AM im fachärztlichen Bereich)
      4. Konsensus VH‐Flimmern – Schlaganfallprävention: nicht fertig weil ESC‐Guideline nicht fertig ist
      5. Kodierung: 5 Arbeitskreise im Ministerium. Lange Diskussion: allgemeinmedizinische Jargonbegriffe (Beschwerden, Symptome) >> Codierung in ICPC >> weiter Übersetzung in ICD3stellig. Fachärztliche ICD4stellige Codierung >> auch Übersetzung in ICD3stellig. Diskussion: Rückführung von ICD3stellig in
      6. ICPC möglich?, Codierung in AM mit ICD3stellig nicht denkbar. Problem der Verknüpfung mit Honorierung!
      7. Prüfung Arzt für AM: Vorsitzender Prüfungsausschuss: Rebhandl, Revisionsgruppe: Glehr, Pruckner, Clodi, Lischka, K.Hoffmann. Beschwerdekommission: neue Stellvertreterin: Degn
      8. AM‐plus / PHC‐Modell, Diskussion aus Zeitmangel nicht möglich
      9. JAMÖ: große Mitgliederfluktuation wegen Lebenssituation der „Jungärzte“, Struktur für JAMÖ innerhalb der ÖGAM erwünscht, Landesgesellschaften sollen aktiv werden und 2 Vertreter nominieren, nächste  JAMÖ Sitzung 24.11.2012 nachmittags in Graz 
  3. Kongresse:
    1. Bericht WONCA Kamenski: kann angefordert werden,
    2. Antrag Glehr: Thermen‐Wochenende für 2 P. für Christian Linzbauer als Dank für seinen Einsatz im Rahmen des WONCA‐Kongresses, einstimmig angenommen.
    3. Wintertagung Zug/Arlberg: 12.‐18.1.2013, Programm fix
    4. Tag der Allgemeinmedizin: Planung nicht konkretisiert, Kooperationsmodelle könnte Thema sein!
    5. DEGAM Kongress München: 12.‐14.9.2012, Verantwortliche: Rabady, Dachs
  4. Öffentlichkeitsarbeit: ÖGAM‐News laufen, Landesgesellschaften werden reihum für Editorials verantwortlich sein! Hausarztkampagne hat gutes Echo 
  5. Wissenschaftlichkeit:
    1. EBMG: mühsame Verhandlungen mit Verlag über neuen Vertrag, 10‐Stunden‐Job fix ausverhandelt, derzeit noch keine Person
    2. Mamma‐Screening: Verantwortung für Info‐Broschüre, Fokusgruppe (Rabady, Glehr, Kowatsch, Fischer, Gartlehner, Stiehrer), sehr unterschiedliche Auffassungen
    3. ZFA: Abo für Mitglieder Salzburg und Vorarlberg, wichtig für Selbstbewusstsein nach innen!
    4. DFP‐Projekt mit Ärztemagazin: wird zunehmend mühsam, Glehr wird Chefredakteur kontaktieren
  6. Berufspolitik:
    1. DMP‐Kündigung NÖ: ÖGAM‐Presseaussendung gemacht, Rabady NÖ + Glehr
    2. Kuriensitzung berichten, Ideen (Entbürokratisierung, ÖGAM soll DMP‐Schulung anbieten), Evaluierung?
    3. SVA: entfällt aus Zeitmangel
    4. Hausarztmodell: Vorbild Baden/Württemberg: Freiwilligkeit Arzt und Patient, Vergütung kontaktabhängig + kontaktunabhängig, definiertes Leistungsspektrum, verpflichtende QZ zu rationaler Pharmakotherapie + Guidelines, DMPs, Fortbildungsverpflichtung, Qualitätsmanagement, Zugang zu Facharzt nur über AM (außer Augen, Gyn, Kinder, Notfall), Evaluation (Pat. + AM sind zufriedener, 30% weniger unstrukturierte Facharztbesuche, ärztliches Einkommen gestiegen)
      • Diskussion: ÖGAM‐Modell ähnlich außer: strukturierte Betreuung, bessere Honorierung, Einbeziehung von Versorgungsassistenz (VERA), Bedenken Reduktion Facharztbesuche ?? (politische Realitäten in ÖÄK!)>> dafür bekommen FÄ gute strukturierte Überweisungen! >> KEIN EINWAND von Seiten ÖGAM, das Modell Baden/Württemberg anzustreben
  7. Allfälliges:
    1. ÖGPAM Gründung, Proponentenkomitee (Panhofer, Glehr, Degn, Tschiggerl, Jungbluth, Bachler, Hasiba, ev. Strauss), Mitglieder sind ÖGAM‐Mitglieder, Psy‐Diplom ist keine Voraussetzung. Einstimmige Annahme der vorgelegten Statuten, TGAM‐News: „Der psychisch Kranke in der AM“, ausgezeichneter NL, soll gedruckt und versendet werden.
    2. Famulatur AM an MUW: Aufruf zum Boykott, Brief an Rektor und Studienkommission ist gesendet worden, keine Reaktion
    3. Klingler SAGAM: Realeinkommensverlust in AM in den letzten 15 Jahren beträgt 70%!!, halber Stundenlohn der Fachärzte. 60 Salzburger AM gehen in den nächsten 2 Jahren in Pension. Die Nichtnachbesetzung könnte Katastrophe in Versorgung auslösen. 

Ende der Sitzung um 13:30 Uhr

Nächste Vorstandssitzung Graz, 24.11.2012, mittags

Dr. Reinhold Glehr (Präsident)

Barbara Degn (Präsident Schriftführerin)

Übernommen von der PDF-Version am 18.05.2016 (SH) – Formatierungsfehler vorbehalten.