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Der Demenzkranke als Mitmensch

In Österreich leben derzeit rund 130.000 demenzkranke Menschen. Angesichts der steigenden Lebenserwartung gilt Demenz weltweit als große Herausforderung für die Gesundheitssysteme der Zukunft. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden: Der Umgang mit Patienten mit Demenz setzt bei Pflegenden, Angehörigen und Ärzten hohe menschliche, professionelle und ethische Standards voraus. Demenzkranke zwingen uns auch zu einer kritischen Reflexion eines an kognitiver Leistung, Autonomie und Effizienz orientierten Menschenbildes.
Demenziell erkrankte Menschen leiden unter einer erhöhten kognitiven, emotionalen und körperlichen Verletzlichkeit: Wie lässt sich in der Pflege ihre Persönlichkeit erhalten und fördern? Welche Formen der Beziehung und Kommunikation sind möglich in einer krankheitsbedingt zunehmend „wortlosen“ Sprache?
Spitäler sind häufig überfordert bei Patienten mit kognitiven Störungen. Welche Chancen bieten demenzsensible Spitäler? Wie können Krankenhäuser trotz Ökonomisierungsdruck Orte der Fürsorge bleiben? Angehörige müssen in veränderte Rollen hineinwachsen: Wie können sie Entlastung finden?
Der Demenzkranke als Mitmensch fordert ein Umdenken in Medizin und Pflege, denn: Menschenwürde kennt keine Demenz.

 

Wir freuen uns auf namhafte Experten aus den Bereichen Geriatrie, Pflegewissenschaft, Neurologie, Soziologie, Psychotherapie, Palliative Care und Ethik als Vortragende bei dieser interdisziplinären Tagung.

 

Anmeldung siehe externer Link (rechts)